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«Mit meiner 4-jährigen Enkeltochter übe ich Buchstaben und Zahlen»

Mein Marathonziel ist erst nach 42.2 km erreicht

Gerne teilen wir die Worte von Frau Knecht im Original mit Ihnen

Liebe Therapeutinnen, liebe Ärzte und Ärztinnen, liebe Pfleger und Pflegerinnen, liebes Personal von der Hotellerie, von der Küche und vom Reinigungsdienst
Ich war nun 10 Wochen in der Rehaklinik Zihlschlacht. Ich kam vom Triemlispital hier in Zihlschlacht an, völlig gelähmt auf der rechten Seite und war sehr unselbständig und in beinahe in allen Belangen auf Hilfe angewiesen. Zuerst in der Abteilung Alpstein und nachher 9 Wochen auf der Abteilung Oasis. Ich konnte mich zuerst nur mit dem Rollstuhl bewegen und lernte mit Zeit, und eurer Hilfe, in all den verschiedenen Therapien wie Physiotherapie, Gehhilfe, medizinische Trainingstherapie, C-Mill, Standing wieder zu laufen. Auch mein rechter Arm und meine rechte Hand machen jeden Tag Fortschritte, unterstützt durch Therapien wie Ergotherapie, Armzirkel, Gloreha und repetitives Training. Meine rechte Hand beginne ich im Alltag immer mehr und mehr ein zu setzten, sei es beim Skypen mit der 4 jährigen Enkeltochter wo wir gemeinsam lernen Buchstaben und Zahlen zu schreiben, beim stundenlangen Zeichnen im Zimmer oder auch beim Anziehen einer Jacke. Auch die Logopädie Therapie und Neuropsychologie unterstützen meine Genesung.

 
Ich möchte nochmals euch Allen danken für die Unterstützung und Wegbegleitung während der letzten 10 Wochen. Ich habe mich sehr gut und sicher aufgehoben gefühlt und konnte den Weg auf meinem Marathonlauf zurück ins Leben gehen, unterstützt durch die Therapeuten, Pflege, Ärzte, Hotellerie und die hervorragende Küche.
Nach meinem Austritt geht der Marathonlauf weiter, ich werde viel üben müssen zu Hause und auch in der ambulanten Therapien um mein Marathonziel zu erreichen, dass erst nach 42.2 km erreicht ist.

Karin Knecht , Zihlschlacht, 17. Dezember 2021