Neuromodulationszentrum der Rehaklinik Zihlschlacht
In unserem Neuromodulationszentrum nutzen wir moderne und wissenschaftlich geprüfte Methoden, um Menschen mit Erkrankungen des Nervensystems bestmöglich zu unterstützen. Zum Einsatz kommen verschiedene nicht-invasive Stimulationsverfahren, die gezielt die Aktivität des Gehirns und des Nervensystems beeinflussen können.
Dazu gehört die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS), die unter anderem bei Neglect angewendet wird – einer Störung, bei der Betroffene eine Seite ihres Körpers oder ihrer Umgebung nicht mehr richtig wahrnehmen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Ebenfalls bieten wir die transkranielle Pulsstimulation (TPS) an, die sich an Menschen mit einer leichten bis mittelschweren Alzheimer-Erkrankung richtet.
Ergänzend setzen wir die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ein. Sie kann die neuronale Aktivität sanft modulieren und wird zur Unterstützung von Lern-, Aufmerksamkeits- und Rehabilitationsprozessen genutzt. Mit der transaurikulären Vagusnervstimulation (tVNS) steht zudem ein Verfahren zur Verfügung, das über den Vagusnerv regulierend auf zentrale Funktionen wie Aufmerksamkeit, Stimmung und Erholung wirken kann.
Alle eingesetzten Methoden sind schonend, nicht-invasiv und gut verträglich. Unser spezialisiertes interdisziplinäres Team begleitet Sie individuell und setzt die verschiedenen Therapien gezielt und abgestimmt auf Ihre persönlichen Bedürfnisse ein.
Transkranielle Pulsstimulation (TPS)
Die transkranielle Pulsstimulation (TPS) wird als fortschrittliche Therapie für Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz angeboten. Diese Methode nutzt gezielte Schallwellen, um bestimmte Hirnregionen auch in der Tiefe zu aktivieren, die Durchblutung zu fördern und zelluläre Erholungsprozesse anzuregen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass TPS kognitive Funktionen – also Fähigkeiten wie Denken, Erinnern, Lernen und Orientierung – unterstützt und sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt.
Die Therapie erfolgt in entspannter Sitzhaltung, während eine Schallsonde sanfte Ultraschallimpulse an die Kopfhaut überträgt. Diese dringen tief ins Gehirn ein und entfalten dort ihre stimulierende Wirkung. Die Behandlung ist schmerzfrei, nicht-invasiv und gut verträglich. Als ergänzende Massnahme kann TPS dazu beitragen, die geistige Leistungsfähigkeit zu stabilisieren oder zu verbessern.
Die Kosten für die Behandlung werden derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen und müssen von den Patientinnen und Patienten selbst getragen werden. Eine vollständige Therapie besteht aus sechs Sitzungen über den Zeitraum von zwei Wochen. Der Preis der Behandlung beträgt CHF 3000.-. Gerne beraten wir Sie ausführlich zu den Abläufen und unterstützen Sie bei der Planung der Behandlung.
Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) bietet eine vielversprechende Möglichkeit zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Neglect. Durch gezielte Magnetimpulse, die von einer aussen am Kopf platzierten Magnetspule abgegeben werden, kann die Aktivität bestimmter Hirnareale moduliert werden. Dies trägt dazu bei, Wahrnehmungsdefizite zu reduzieren und die Verarbeitung von Sinneseindrücken zu verbessern. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass rTMS die Symptome eines Neglects lindern und den Rehabilitationsprozess unterstützen kann.
Die Behandlung ist nicht-invasiv, schmerzfrei und wird individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt. Sie ergänzt bewährte therapeutische Massnahmen und trägt dazu bei, bestmögliche Fortschritte zu erzielen.
Die Kosten für diese Therapie werden derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen und müssen von den Patientinnen und Patienten selbst getragen werden. Der Preis für die gesamte Behandlung – bestehend aus zwei Stimulationen an zwei auf einander folgenden Tagen – beträgt CHF 1’216.00. Unser erfahrenes Team begleitet Sie kompetent durch den gesamten Behandlungsprozess und berät Sie gerne, ob diese Therapie für Sie oder Ihre Angehörigen infrage kommt.
Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS)
Die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem ein schwacher, kontinuierlicher Strom über an der Kopfhaut platzierte Elektroden bestimmte Hirnregionen gezielt stimuliert oder hemmt. Auf diese Weise lässt sich die Aktivität im Gehirn modulieren und therapeutisch nutzen. tDCS wird bei verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern eingesetzt. In der Neurorehabiliation wird die Methode nach Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma eingesetzt. In der Rehaklinik Zihlschlacht wenden wir diese Methode bei schweren Bewusstseinsstörungen (z. B. minimal responsiver Zustand oder Zustand reaktionsloser Wachheit) nach Schädel-Hirn-Trauma oder Schlaganfall an.
Die Behandlung erfolgt im Rahmen eines stationären Aufenthalts in unserer Klinik. Sie ist gut verträglich, nicht schmerzhaft und wird nach Ausschluss von Kontraindikationen nach einem wissenschaftlich geprüften Protokoll über 21 Tage durchgeführt. Die Wirksamkeit der Behandlung wird mittels standardisierten Verfahren erhoben. tDCS kann problemlos mit medikamentösen oder therapeutischen Verfahren kombiniert werden, die zur Förderung der Wachheit eingesetzt werden. Die Kosten sind im Rahmen des stationären Aufenthalts abgedeckt.
Transaurikuläre Vagusnervstimulation (tVNS)
tVNS ist eine neue Methode, bei der ein Teil des Vagusnervs an einer bestimmten Stelle des äusseren Gehörgangs durch milde elektrische Impulse stimuliert wird. Diese Signale werden über den Nerv direkt in Zentren des Stammhirns geleitet und entfalten von dort aus aktivierende Effekte im gesamten Gehirn. Studien zeigen ebenfalls positive Einflüsse auf verschiedene neurologische und psychiatrische Krankheitsbilder. Zudem wird tVNS zunehmend auch in der Neurorehabilitation des Schlaganfalls und des Schädel-Hirn-Traumas angewendet. In der Rehaklinik Zihlschlacht setzen wir diese innovative Methode bei schweren Bewusstseinsstörungen (z. B. minimal responsiver Zustand oder Zustand reaktionsloser Wachheit) nach Schädel-Hirn-Trauma oder Schlaganfall ein.
Die Behandlung erfolgt im Rahmen eines stationären Aufenthalts in der Frührehabilitation. Sie ist schmerzfrei, gut verträglich und erfolgt über spezielle Elektroden, die wie In-Ear-Kopfhörer am Ohr platziert werden. Die Stimulation kann problemlos mit medikamentösen oder therapeutischen Verfahren kombiniert werden, die zur Förderung der Wachheit dienen. Die Kosten sind im stationären Aufenthalt inbegriffen. Die Wirksamkeit der Behandlung wird wie auch bei der tDCS Behandlung mittels standardisierten Verfahren erhoben.
Für die transkranielle Pulsstimulation (TPS) sowie die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) können Sie sich über Ihren Hausarzt zuweisen lassen oder eine direkte Anmeldung bei uns tätigen.
Bitte beachten Sie, dass die Kosten aktuell nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Sie haben die Möglichkeit vor Beginn der ersten Behandlungseinheit bequem am Empfang per EC- oder Kreditkarte oder alternativ per Banküberweisung zu zahlen.
Wir stehen Ihnen bei Fragen oder zur Terminvereinbarung gerne zur Verfügung
Wir beantworten Ihre Fragen
Sie möchten mehr über unsere Therapieangebote transkranielle Pulsstimulation (TPS) oder repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) erfahren?
Gerne beantworten wir Ihre Fragen – schreiben Sie uns per E-Mail an: arztsekretariat@rehaklinik-zihlschlacht.ch
Kontakt
Arztsekretariat
Tel.: +41 71 424 30 63
E-Mail: arztsekretariat@rehaklinik-zihlschlacht.ch